Kirchenchor-Geschichte

Kirchenchor Struth – aus unserer Geschichte

Unsere wichtigsten Auftritte

– Auszüge aus unserer Chronik

Singen zur Männerwallfahrt am 07. Mai 1978

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Heute nun kam unser erster großer Auftritt. Mit tüchtigem Lampenfieber machten wir uns auf den Weg zum Klüschen Hagis. Nach dem Einsingen nahmen wir unsere Plätze, seitlich vom Alter, ein. Die Gestaltung der Hl. Messe gelang in ansprechender und würdiger Form. Selbst das für uns schwerste Lied: „Nun saget Dank und lobt den Herrn“ klappte fast wie von selbst. Hier zeigte sich wieder deutlich, dass man sich was zutrauen muss, dass aber auch nur Übung den Meister macht. Das hatten wir beherzigt und uns unter Leitung von Siegfried Tasch gut vorbereitet. Wir waren hoch zufrieden, ein wenig stolz und auch glücklich alles hinter uns zu haben.
Rektor Seitz aus Heiligenstadt, der uns für diese große Aufgabe „engagiert“ hatte, war ebenfalls zufrieden und bedankte sich.

Singen zur Frauenwallfahrt am 20. Juli 1980
Unser größter Auftritt in diesem Jahr stand uns wohl zur Frauenwallfahrt auf dem Kerbschen Berg bevor. Hier sollten wir die Eucharistiefeier und die Andacht ausgestalten. Wir waren natürlich wieder sehr angespannt, was aber zu einer erhöhten Konzentration beitrug. Siegfried Tasch hatte mit dem Chor ein schönes Programm einstudiert und wir sangen neben anderen Liedern: „Alles was jauchzen kann“, „Dein Lob, Herr, ruft der Himmel aus“, einen mehrstimmigen Zwischengesang und „O wunderbare Speise“. Die Frauenwallfahrt fand in diesem Jahr unter „erschwerten“ Bedingungen statt. Es regnete in Strömen. Die Wiese hatte sich in ein Schlammbad verwandelt. Selbst Bischof Aufderbeck hatte seine liebe Not zum Alter zu kommen. Unserem Gesang konnte das Wetter nichts anhaben. Alles ging bestens über die Bühne.

Singen zur Männerwallfahrt am 15. Mai 1988
Zum zweiten Mal waren wir angefragt worden, ob wir die chorische Ausgestaltung des großen Männerwallfahrtshochamtes übernehmen würden. Nach einigen Überlegungen sagten wir freudig zu.
Nun war es soweit und unser anfangs gezeigter Mut war uns doch etwas abhanden gekommen. Aber es half nichts; klopfenden Herzens machten wir uns gemeinsam mit unserer Chorleiterin Frau Spindler auf den Weg zum Klüschen Hagis. Eigentlich hatten wir uns sehr gut vorbereitet, das Wetter war bestens und auf die Hilfe Gottes konnten wir ebenfalls vertrauen.
So kam es dann auch: In der Messfeier sangen wir u.a. „Aller Augen warten auf dich, Herre“. Alles klappte wunderbar, was uns viele Gottesdienstbesucher auch bestätigten.
In der nachmittäglichen Feierstunde sangen wir dann noch neben anderen Liedern: „Preiset froh den König, lobt den Herrn der Welt“. Wir freuten uns sehr, dass unser vieles Üben auch Erfolg gezeigt hatte.
Nachdem die Wallfahrt zu Ende war, blieben viele Chormitglieder noch zu einem gemütlichen Familienpicknick im Klüschen und verlebten nach der ‚erfolgreichen Arbeit’ noch einige frohe Stunden.

Singen zum Rundfunkgottesdienst am 04. April 1999
Auf dieses ganz besondere Ereignis hatten wir uns sehr lange vorbereitet. Der MDR wollte aus unserer Pfarrkirche einen Radio – Gottesdienst übertragen. Dazu sollte natürlich auch unser Kirchenchor beitragen. Heute, am Ostersonntag, um 18.00 Uhr, war mit einem Abendgottesdienst die Generalprobe angesagt. Der Gottesdienst wurde genauso gefeiert, wie er am Ostermontag ablaufen sollte. Im Großen und Ganzen klappte alles recht gut. Dummerweise waren wir aber schon nach 45 Minuten fertig. Im Rundfunk sollten aber genau 60 Minuten übertragen werden. Nach kurzer Überlegung wurde noch eine 2. Lesung eingeschoben und auch sonst einiges geändert.
Ostermontag, die Kirchenbesucher hatten pünktlich ihre Plätze eingenommen, alles war ‚mucksmäuschenstill’. Die Proben waren vorbei; jetzt wurde es ernst.
10.00 Uhr: jetzt war es soweit! Unsere Aufregung legte sich schnell. Alles ging reibungslos. Die Übertragung lief ohne größere Probleme ab und fand guten Anklang, was uns im Nachhinein bestätigt wurde.

Singen zum Rundfunkgottesdienst am 09. September 2001
Wieder einmal hatte unser Pfarrer Helmut Tasch sich von Erfurt überreden lassen. Unsere Gemeinde erhielt die Ehre einen Rundfunkgottesdienst zu gestalten. Und wir mussten wohl oder über mitmachen; was wir natürlich gern taten.
Am Vorabend gab es wieder eine Vorabendmesse, die als Generalprobe gedacht war. Neben dem Mandolinenorchester waren wir als Chor beteiligt. Wir hatten uns die Messe in Es-Dur von Karl Kraft ausgesucht. Alles klappe zur Zufriedenheit.
Nach dem Gottesdienst trafen wir uns noch einmal im Josefs-Haus, um Frau Spindler, unsere langjährige Chorleiterin, zu verabschieden. Frau Spindler geht in den wohlverdienten Ruhestand. Der morgige Rundfunkgottesdienst ist sozusagen ihre letzte „Amtshandlung“.
Der Tag der Rundfunkübertragung ist da! Mit Respekt und Spannung fanden wir uns zusammen und bereiteten uns auf die große Aufgabe vor.
Beim Gottesdienst klappte alles sehr gut, aber leider nur bis zum Agnus Dei. In der Aufregung hatten sich wohl beim Töne angeben einige falsche eingeschlichen – und das Unheil nahm seinen Lauf. „Schön falsch“! Aber was tun? Aufhören wäre fast noch schlimmer gewesen, als weiter zu singen. Sie hielten wir – einer Ohnmacht nahe – tapfer durch und brachten das Stück zu Ende. Alle waren traurig, besonders Frau Spindler tat uns leid, war es doch ihr letzter Auftritt mit unserem Chor. Aber nun half alles Lamentieren nicht mehr. Sicher hat jeder Chor schon einmal eine ähnliche Erfahrung gemacht, wenn auch nicht gerade bei einer Rundfunkübertragung.
Trotzdem schauen wir mit Optimismus in die Zukunft und freuen uns auf die Zusammenarbeit mit unserem neuen Chorleiter KMD Raimund Kister, die im September beginnt.

Singen zum Rundfunkgottesdienst am 29. Januar 2006
Eigentlich wollten wir nie wieder in einem Rundfunkgottesdienst singen. Aber dann taten wir es doch. MDR-Figaro übertrug eine Hl. Messe aus unserer Pfarrkirche und wir waren gemeinsam mit dem Kinderchor dabei.
Bei der obligatorischen Vorabendmesse am 28.01., der Generalprobe, ging es dann auch schon wieder „gut“ los. Gerade als wir mit Einsingen fertig waren, fiel im gesamten Ort Struth der Strom aus. Wir dachten, dass kann heutzutage nicht lange dauern; aber es dauerte. Im Dunkeln gingen wir in die Kirche und warteten gemeinsam mit den Gottesdienstbesuchern auf Elektroenergie. Eigentlich sollte die Messe um 18.00 Uhr beginnen aber um 18.30 Uhr war immer noch alles dunkel. Die ersten Gottesdienstbesucher gingen schon nach Hause. Wir aber mussten warten: darauf bestanden die Techniker und auch Weihbischof Hauke, der noch als Rundfunkbeauftragter des Bistums Erfurt fungierte. Endlich, um 18.45 Uhr wurde die Kirche wieder hell und wir konnten deutlich verspätet beginnen. Zum Glück klappte alles, was uns und unseren neuen Chorleiter Raimund Kister einigermaßen beruhigte.
Als wir uns dann am Sonntag zur eigentlichen Rundfunkübertragung trafen war alles in Ordnung: der Pfarrer war da, wir waren da, die Stimmen waren „geölt“, der Strom war da! Wir meisterten alles mit Bravour. Nun hoffen wir, dass wir erst einmal von Rundfunkgottesdiensten verschont bleiben.